Mein Opa hatte damals einen Drahthaar Foxterrier, mit dem ich mich als Kind viel beschäftigt habe. So entdeckte ich mein Faible für Hunde. Ganz einfach war der Foxl nicht, auch ein wenig verzogen und so herrschte er recht schnell in seinem Umfeld. Dadurch lernte ich auch, Respekt zu zeigen.

 

1998 bekam ich dann meinen ersten eigenen Hund. Ich wollte eigentlich einen Dalmatiner haben, aber diese wurde mir leider verwehrt. Der Kindheitstraum meiner Mutter war immer ein Deutscher Schäferhund, die mein Opa früher auch ausgebildet hat. Also bekam ich zu meinem 10. Geburstag einen Deutschen Schäferhund aus der Hochzucht, allerdings ohne Papiere.

Wer billigt kauft, kauft zweimal oder in diesem Fall greift richtig in den Geldbeutel. Die kleine Maus war herzkrank und brauchte viele Medikamente, aber nach über einem Jahr war alles wieder gut.

Ich brachte ihr viele kleine Tricks bei wie "Gib Pfötchen", "mach Rolle", "Gib beide Pfötchen", "sag auf wiedersehen", "tot", "kriech", "schmeiß den Ball zurück" usw. So viele Tricks sie auch konnte, so wenig hörte sie im Alltag. Sie war noch nicht mal ein Jahr alt, da konnte ich sie kaum noch halten. Sie wurde zu einem richtigen Leinenpöbler, ich hatte auch etwas Angst vor ihr, weil sie mich auch mal anging und gebissen hat.

So kamen wir dann zum Hundeplatz bzw. ich kam dorthin. Es dauerte nicht lange, da verstand, worum es ging und wir bekamen unsere Probleme recht schnell in den Griff.

Nach einem halben Jahr absolvierten wir die BH Prüfung und ein weiteres halbes Jahr später schon die SchH 1. Von da an machte ich bei jeder Prüfung mit ihr mit. Recht schnell merkte ich, dass sie Probleme beim Springen hat, wenn wir für die Agi Turniere übten. Wir ließen sie also röngten und mussten erfahren, dass sie schwere HD hatte.

Ich ließ sie nur noch zu Prüfungen springen und auch dort dürfte sie selber entscheiden, ob sie springen will oder nicht.

Ich absolvierte mit ihr noch die SchH 3 und die damalige IPO 2, sowie einige FH Prüfungen.

Zwischenzeitlich hatten wir noch einen 6 Jährigen Rüden bei uns aufgenommen, den wir kurze Zeit später leider wegen Krebs einschläfern mussten.

Aus dem Tierheim holten wir uns dann einen 10 Jährigen Rüden, der genauso aussah wie der erste Rüde.

Mit dem Rüden fing dann auch meine Mutter an, etwas Sport zu betreiben. Da sie nicht im SV war, absolvierte ich mit ihm die BH Prüfung.

Meine Mutter holte sich dann den Erich vom Kiek in Pott von einem Züchter aus dem eigenen Verein und trat dann auch dem SV bei.

Erich lernte sehr schnell und hatte mit 2, 5 Jahren auch schon seine SchH 3.

Da meine Kessy nicht mehr so konnte wegen ihrer Hüfte, holte ich mir von meinem Jugendweihe Geld die Corrie vom Paulinenfeld.

Mit ihr hatte ich anfänglich auch große Probleme, da sie mich überhaupt nicht für voll nahm.

Das bekamen wir aber nach ungefähr einem Jahr in den Griff und Corrie absolvierte mit 20 Monaten bereits die SchH 1.

Einige Leute aus dem Verein überredeten uns, mit der Corrie zu züchten und so kam eins nach dem anderen.

Aus Corries zweiten Wurf behielt ich mir den Bronko, mit dem ich später auch zur Jugendmeisterschaft gestartet bin.

Den Erich hab ich auch zur Jugendmeisterschaft und zur LG FCI geführt.

Leider hatte er einen schweren Sportunfall bei der Generalprobe für seine LGA als der Helfer ihn auf der langen Flucht auflaufen ließ. Seitdem kann er nicht mehr geführt werden, da ein Stück der Wirbelsäule herausgebrochen wurde.

 

Die Sache mit der Zucht überließ ich meiner Mutter, ich wollte nur Sport machen.

Doch irgendwann hab ich mich intensiv mit dem Thema Zucht beschäftigt und machte dann meinen ersten eigenen Wurf nach dem Zar von der Schiffslache.

Mittlerweile habe ich einen eigenen Zwingernamen "von der Bruderschaft" und habe mich aus der Sportwelt zurück gezogen.

 

Unser Zuchtziel ist es, gesunde, soziale und leistungsstarke Hunde zu züchten, die für alle Richtungen geeignet sind.

Unsere Hunde werden mittlerweile weltweit im Sport-, Dienst-, Therapie- und Familienbereich eingesetzt.